Zauberei mit Tieren

12.03.2012

Hin und wieder sieht man ja Zauberkünstler im Fernsehen, die mit Tieren Zaubern. Manchmal sind es Elefanten, Löwen oder Tiger und manchmal auch “nur” Vögel wie Papageien, Tauben oder anderes Gefieder. Im Grunde finde ich das schon sehr schön anzusehen und allgemein auch ganz amüsant, wenn da mit Tieren gezaubert wird. Aber manchmal tun mir dann die Tiere doch leid.

Bei einem Tiger ist es eine Sache wenn er aus dem nichts (in einem Käfig) erscheint, bei einer Taube ist es schon eine andere Sache. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es der Taube vor dem Erscheinen relativ gut geht (wo auch immer sie sich davor versteckt befinden mag…) bei einer Raubkatze hingegen denke ich schon eher, dass sie es auch vor dem großen Auftritt relativ bequem haben wird, sonst ist sie nach dem Erscheinen sicher nicht sonderlich angenehm drauf.

Wenn es den Tieren gut geht mag das eine Sache sein, aber angeblich gibt es da auch eine menge Quälerei dabei, dafür hat beispielsweise der Magische Zirkel von Deutschland sogar einen eigenen Tierschutzbeauftragten, das ist natürlich gut.

Vor vielen Jahren habe ich mal versucht, meine Katze erscheinen zu lassen, dafür habe ich nach Anleitung aus einem Zauberbuch aus der Stadtbücherei einen Zauberkäfig aus einem Umzugskarton gebaut und wollte diese Illusion an einem Sonntagnachmittag meinen Eltern zu Besten geben. Leider hat meine Katze sich (obwohl sie in Ihrem Versteck für meine Begriffe ausreichend mit leckeren Drops versorgt war…) schon lange vor dem Erscheinen akkustisch deutlich bemerkbar gemacht.

Tja, so kann’s gehen. Ich habe an diesem Tag für immer Abschied genommen von der Zauberei mit Raubtieren. Auch wenn das natürlich sehr cool ist, die Zauberei mit wilden Tieren, finde ich coole Kartentricks wie von diesem Zauberkuenstler aus Hannover trotz allem noch viel besser. Die Effekte sind unerklärlich und wirklich fantastisch und man kann (ohne gefährliche Tiere…) alles aus nächster Nähe miterleben – wirklich super muss ich sagen!

Kürzlich wurde ich von einem Betrüger über den Tisch gezogen, es war auf einer Sylvester-Party in einem Restaurant bei einer gelösten Feier mit Freunden zum Ausklang des Jahres. Naja, eigentlich war es kein Betrüger, es war ein Zauberkünstler, der einen Betrüger-Trick sehr gut und lustig präsentiert hat.

Der Magier trat an unseren Tisch, das gehörte zum Ablauf des Abends dazu, da waren sogenannte Scherzkellner (naja…) und auch ein Zauberer halt. Der war richtig gut wie gesagt und kam mit einem eleganten kleinen Lederbeutel zu uns, in dem er seine Requisiten – so genannte »Hütchenspiel« – dabei hatte. Wir sahen ihn an, halb ehrfürchtig, halb gespannt und waren sehr erleichtert als der Zauberer erklärte, dass es diesmal bei dem Spiel nicht um Geld gehen soll, sondern ums Prinzip. Das Spiel beginnt dann also und unter drei Walnusshälften wandert eine kleine Kugel gegen jedes Physikalische Gesetz verstoßend mühelos hin und her. Nie ist die Kugel da, wo wir sie vermuteten und alles mündete schließlich in einem sehr überraschenden Finale: Obwohl ich selber eine Nussschale ausgewählt hatte und auch ständig, direkten unter Kontrolle hatte – nämlich unter meinem ausgestreckten Zeigefinger – schaffte der Magier es, die Kugel genau unter dieser von mir höchst persönlich streng bewachten Schale erscheinen zu lassen!

Nach dieser beeindruckenden Präsentation wollte dann auch unser “Poker-Profi” und Hobbyzocker Ronny sich auf kein »Betrügerspielchen« mehr einlassen. Wir waren gewarnt und verblüfft von der Zauberer, der zum Glück für uns ja nicht zum Betrügen, sondern zum Vergnügen da war! Ein kleiner, aber wichtiger Unterschied.

Ab und zu sieht man das ja im Fernsehen, dass da tatsächlich ein “Hypnotiseur” auf offener Bühne reihenweise die Leute hypnotisiert und die dann auch wirklich brav und wie in Trance (naja ok, in Hypnose eben…) alle möglichen komischen Dinge tun.

Irgendwie ist das ja so ein bisschen ein Grenzgebiet zur Zauberei finde ich. Es ist schon was anderes, aber die Aura des Ganzen ist ebenso mysteriös und geheimnisvoll. Ich kann mir allerdings irgendwie nicht so richtig vorstellen, dass die Hypnose-Show-Menschen da mit Tricks arbeiten so wie die Zauberer. Wie sollte das gehen? Ein Zauberkünstler der kann einen bestimmten Effekt bei einem Zauberkunststück mit geschickten Mitteln vielleicht erreichen, aber ein Hypnose-Mensch? Das kann ich mir nicht so richtig vorstellen. Was ich mir allerdings ebenso wenig vorstellen kann ist, dass die Menschen auf der Bühne alle wirkliche hypnotisiert werden und sich dann da manchmal im wahrsten Sinne des Wortes zum Affen machen.

Auch im Web findet man ja da teilweise irre Videos, bei denen dann Menschen hypnotisiert werden und ihnen in der Hypnose dann gesagt wird, sie würden gleich in einen Apfel beißen. Das machen sie dann auch ohne eine Miene zu verziehen, allerdings beißen sie in Wirklichkeit in eine Zitrone und wer das schonmal gemacht hat weiß, dass es fast übernatürlicher Fähigkeiten bedarf, da NICHT das Gesicht zu verziehen. Also bleibt die Frage, wer hier übernatürliche Fähigkeiten mitbringt, die Menschen auf der Bühne, die ja theoretisch “gekauft” sein könnten, oder am ende doch der Hypnotiseur?

Hier ist ein witziges Video, in dem man gut sehen kann was ich meine ;-)

Wer weiß?! Aber vielleicht ist die Hypnose am Ende doch nur eine besondere oder andere Form der Zauberei…

Schon als kleines Kind war ich vom Zaubern fasziniert, seit ich mal bei einem Stadtfest einen Zauberer gesehen hat, der eine Zeitung hatte mit der er gezaubert hat. Der Zauberer hat die Zeitung erstmal gefaltet und dann ein ganzes Glas Kirschsaft in die gefaltete Zeitung gegossen. Also die Zeitung war quasi zu einer Tüte gefalltet oder gerollt. Der Saft ist dann einfach in der Zeitung verschwunden und war wirklich weg. Später ist der Saft dann aber wieder aufgetaucht und der Zauberer hat den dann wieder in das Glas zurück gekippt.

Außerdem hat der Zauberer dann noch die Zeitung genommen und der Reihe nach in kleine Stücke gerissen. Mit etwas Zauberei hat der es dann allerdings geschafft, die Zeitung wieder heil zu zaubern, obwohl er sie halt vorher wirklich komplett zerrissen hatte.

Das war meine erste “magische” Erfahrung die ich hatte und die hat sich mir sehr eingeprägt, so dass ich das bis heute nicht vergessen habe.

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